Mittwoch, 19. April 2017

Rezension zu Der Geiger von Mechtild Borrmann



Guten Morgen liebe Lese-Fans,

wir hoffen, Ihr habt die Feiertage gut überstanden.
Pünktlich zur Wochenmitte haben wir eine neue Rezension für Euch.



 

"Eine herzzerreißende Familiengeschichte, die unter die Haut geht!"

 

Der Geiger




Autor: Mechtild Bormann
Verlag: Knaur TB
Genre: Historischer Krimi
Preis: 10,99 €
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304 Seiten
Ersterscheinung: 02. Dezember 2013
ISBN: 978-3-426-51038-4
gelesen von: Romy





   

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Buchbeschreibung:
In einer Nacht im Mai 1948 verliert der begnadete Geiger Ilja Grenko seine beiden wertvollsten Schätze: seine Familie und seine Stradivari. Erst dem eigensinnigen Sascha Grenko, Iljas Enkel, wird es viele Jahrzehnte später gelingen, Licht in das grausame Geschehen von damals zu bringen. Doch der Preis dafür ist hoch – viel zu hoch ...

Zum Autor:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet wurde und wochenlang auf der KrimiZeit-Bestenliste zu finden war. Für den "Geiger" wurde Mechtild Borrmann als erste deutsche Autorin mit dem renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle ausgezeichnet. 2015 wurde sie mit "Die andere Hälfte der Hoffnung" für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.






Cover:
Ein in Sepiafarben gehaltenes Cover. Eine reich verzierte Bank im Vordergrund, aber unbesetzt. Sie steht in einem Park. Durch einzelne Bäume scheint die Sonne. Vor ihnen eine einzelne Person, die den Park entlangschreitet.
Ein sehr schönes und ruhiges Cover mit Bezug auf den Inhalt des Romans.

Inhalt:
Es ist ein Auftritt, den der begnadete Geiger Ilja Grenko niemals vergessen sollte. Nach dem Schlussakkord von Tschaikowskys Violinenkonzert in D-Dur verharrt das Publikum zunächst still, dann tosender Applaus.
Im Tschaikowsky-Konservatorium wurde er von seinem Mentor und Lehrer Meschenow gefordert und gefördert. Ilja Grenko spielte in den Konzertsälen Europas und war der Stern am Musikhimmel. Seinen Erfolg verband er mit seiner Stradivari. Er hütete und beschützte sie. Seit vier Generationen war sie in Familienbesitz. Sein Urgroßvater der auch schon Geiger war, hatte sie 1862 von Zar Alexander II. geschenkt bekommen, da er der Lieblingsgeiger des Zaren war.
Stets war die Violine der Stolz der Familie. Doch in der Nacht im Mai 1948 sollte sich alles ändern.
Ilja wurde nach seinem Konzert verhaftet. Ohne sich von dessen Frau und den zwei Kindern verabschieden zu können, wurde ihm auch noch die Stradivari abgenommen. Wohin ihn sein Weg führte, wusste er am Anfang nicht. War alles nur ein Versehen? Schließlich wurde er der geplanten Landesflucht beschuldigt und zu 20 Jahren Arbeitslager verurteilt.
Seine geliebte Frau und die beiden kleinen Söhne wurden in die Verbannung nach geschickt. Auch für sie beginnt der bittere Kampf ums Überleben.

Einige Jahrzehnte später, die letzten Nachfahren von Ilja Grenko, konnten nach Deutschland auswandern. Doch die Familie wurde zerrissen. Sascha Grenkos Eltern starben bei einem Autounfall, er überlebte. Er und seine Schwester kamen in ein Kinderheim. Sie wurde adoptiert und er rutschte in die Kriminalität. Er sollte erst Jahre später wieder den Kontakt zu seiner Schwester finden. Doch dieser sollte nicht lange halten. Am Tage des Treffens muss Sascha mit ansehen, wie seine Schwester erschossen wird. Er entdeckt in ihren Sachen Dokumente, die auf den Verbleib der Geige seines Großvaters hindeuten. Sascha ist entschlossen den Mörder seiner Schwester zu finden und auch das Familiengeheimnis zu lösen. Dabei begibt auch er sich in Gefahr.

Fazit:
Dies ist mein zweiter Roman von Mechtild Borrmann. Der Schreibstil und der Ausdruck waren wieder hervorzuheben. Einzelne Szenen konnte man sich bildlich vorstellen. Die Charaktere waren stimmig und gut besetzt. Auch dieser Roman lässt sich durch die perfekt recherchierte Historie in eine Zeit zurückversetzen, die für unser einer kaum nachzuvollziehen ist.
Die Geschichte rund um die Familie Grenko hat mich wieder sehr nachdenklich gemacht und mitgenommen.
Es gibt von mir nicht die volle Punktzahl, da die Geschichte rund um den dem eigensinnigen Sascha Grenko für mich etwas zu überzogen war. Sein Arbeitgeber hatte mir zu viele Verbindungen und auch das Ende konnte mich leider nicht vollends überzeugen.
Ich vergebe 4 Büchereulen.






Weitere Bücher der Autorin:

  • Wer das Schweigen bricht
  • Trümmerkind
  • Morgen ist der Tag nach gestern
  • Mitten in der Stadt
  • Die andere Hälfte der Hoffnung
  • Wenn das Herz im Kopf schlägt

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